Häufige Fragen zur Therapie
Antworten zu Ansatz, Ablauf, Kosten und Terminvereinbarung – kompakt zusammengefasst.
Wie ist der Ablauf der Therapie?
Psychotherapie kann Menschen helfen, ihre psychischen Belastungen zu bewältigen. Diese sind jedoch sehr individuell, deshalb kann der Verlauf der Therapie ganz unterschiedlich sein. In der Regel lässt sich jedoch sagen, dass die Therapie nach folgendem Muster abläuft:
Erstgespräch und Anamnese
Im ersten Schritt erfolgt ein Erstgespräch, in dem wir gemeinsam Ihre Situation erfassen. Es geht darum, Ihr Anliegen zu erfragen, herauszufinden, welche Faktoren dazu beitragen, dass es sich hält, und über welche Ressourcen der Bewältigung Sie bereits verfügen. Auch die persönliche Lebensgeschichte, familiäre Hintergründe und eventuelle medizinische Vorerkrankungen werden erfasst.
Je nachdem, ob bereits Vorbefunde oder Ergebnisse aus Voruntersuchungen vorliegen, kann das Gespräch zwischen 30 und 50 Minuten dauern.
Der Behandlungsplan
Anhand der Informationen aus dem Erstgespräch entwickeln wir gemeinsam einen Behandlungsplan. Dieser legt die Ziele und Schwerpunkte der Therapie fest und gibt einen groben Ablauf vor. Zudem schließe ich mit Ihnen einen Behandlungsvertrag und kläre Sie über das Therapieverfahren, mögliche Nebenwirkungen von Psychotherapie, den Umgang mit Ihren Daten und die Schweigepflicht auf.
Ablauf der Sitzungen
In der Regel finden die Therapiesitzungen im wöchentlichen oder zweiwöchentlichen Rhythmus statt. Bei dem Therapieverfahren ACT können 10 bis 12 Einheiten von je 50 Minuten Dauer sinnvoll sein. In jeder Sitzung schauen wir zunächst auf die Entwicklungen und Ihr aktuelles Befinden. Entweder greifen wir dies auf oder orientieren uns am Behandlungsplan, dabei kommen Interventionen aus der Akzeptanz- und Commitment-Therapie zum Einsatz.
Wir beenden die Sitzung mit einer Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse und der Vereinbarung von Eigenübungen für die Zeit bis zur nächsten Therapiestunde.
Weitere Ansätze, die ich einbeziehe
Je nach Therapieziel fließen neben ACT auch Übungen und Elemente aus folgenden Richtungen mit ein:
Hypnosystemische Therapie
Es geht darum, unerwünschte, meist unterbewusst ablaufende Muster des Erlebens zu erkennen, zu verändern und durch hilfreiche zu ersetzen.
Zürcher Ressourcenmodell (ZRM)
Mithilfe des ZRM erarbeiten wir eine neue Grundhaltung, die für das Veränderungsziel hilfreich ist, und integrieren sie in den Alltag.
Achtsamkeit
Mithilfe von Achtsamkeitsübungen lernen Sie, sich selbst und den Moment bewusster wahrzunehmen.
Zapchen Somatics, Embodiment
Es geht um die Wechselwirkung von mentalen Zuständen und dem Körper. Bewusste körperliche Interventionen können zur Selbstregulation genutzt werden.
Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT)
Die Akzeptanz- und Commitment-Therapie zählt zu den verhaltenstherapeutischen Verfahren und findet zunehmend Anwendung, sowohl in Kliniken als auch im ambulanten Setting. Vorrangiges Ziel ist es, psychische Flexibilität zu fördern, um eine Lebensweise zu ermöglichen, die an den persönlichen Zielen und Werten ausgerichtet ist – mit Metaphern, erlebnisorientierten Übungen und Achtsamkeit als zentralen Bausteinen.
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